Weihnachtsbaumidylle 2017

Es ist der 3. Advent und eine Woche vor Weihnachten. Mittlerweile steht leider fest (mit kleiner Unsicherheit), dass das Weihnachtswetter 2017 für Flachländer ohne Schnee stattfinden wird. Das berüchtigte Weihnachtstauwetter wird wohl wieder seinem Namen alle Ehre machen. Zwar wird es zum Glück nicht frühlingshaft warm, wie es in den vergangenen Jahren auch ab und zu vorkam. Aber es reicht, um weiße Weihnachten in die höheren Berglagen zu verbannen.

Und deshalb freue ich mich besonders, dass ich gestern meinen Weihnachtsbaum aus dem verschneiten Wald holen durfte. Wenngleich der Wald natürlich eine Plantage war. Aber egal, viele Tannen sind für mich ein Tannenwald. Opa, Enkel, Vater und Onkel zogen gemeinsam los und erlebten auf diese Weise einen gemeinsamen Moment der Idylle, den man nicht oft – und vor allem – in dieser Konstellation (mit Schnee) vielleicht nie wieder erlebt. Schön war’s.

Idylle im Winterwald

Es wird Zeit …

… sich langsam auf die schönste Zeit des Jahres einzustellen. Das fällt bei den aktuellen 17 Grad, die draußen herrschen, zwar nicht so leicht. Aber es gibt andere Hinweise auf Weihnachten als das Wetter: die hohe Frequenz an Weihnachtswerbung im Fernsehen, meine Frau hört schon Weihnachtsmusik usw. Reissig liegt auch schon in der Garage und ich hab Lust auf Lauterbacher. Die Zeit für den „Grünen“ ist da. Prost.

Erfahrungsbericht zu funkgesteuerten elektrischen Christbaumkerzen von Koopower

 Als wir 2003 in eine neue Wohnung zogen, war’s vorbei mit echten Kerzen am Weihnachtsbaum. Die Rauchflecken an der Decke in der alten Wohnung sorgten dafür, dass ich für Wachskerzen am Baum keine Freigabe mehr durch meine Frau erhielt. Und dabei hatte ich erst zwei Jahre zuvor nette und pfiffige Pendelleuchter aus dem Erzgebirge gekauft. Die verwendet mein Vater als Leihgabe noch heute. Bei ihm gibt es noch echte Kerzen am Baum.

Damals blieb mir nichts Anderes übrig, als zur Lichterkette zu greifen. Für einen Weihnachtsnerd wie mich eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Mangels Alternativen ließ ich mich aber darauf ein. Nach dem zweiten Jahr hatte ich jedoch genug davon. Die Kette anzubringen, war schon Strafe genug. Aber optisch ging das gar nicht. Wer hochwertigen Schmuck für über 1000 Euro am Baum hat (alles original Erzgebirge und original thüringer Glas), kann dort Kabel überhaupt nicht brauchen. Etwas überstürzt kaufte ich dann am 23.12.2005 die damals bei diversen Shoppingsendern angepriesene kabellose „Original Kerzenzauber Weihnachtsbeleuchtung“. Ein netter Ansatz mit den Kugeln als Batteriefach und als Gegengewicht zu den Leuchten, in Gold und Rot auch ein Hingucker. Die Funkverbindung zwischen den Kerzen wurde durch eine Masterkerze (bzw. Masterkugel) aufgebaut, deren Platzierung am Baum natürlich entsprechend sinnvoll gewählt werden musste. Das Licht war warm, jedoch ein wenig „dünn“. Aber vielleicht ist das bei den heutigen Modellen besser. Jedenfalls musste ich diese Art der Baumbeleuchtung ablösen, weil die Kugeln aus Plastik waren. Und wenn man 20 oder 30 Kerzen am Baum haben möchte, ist bei ebenso 20 bis 30 Platikkugeln, die bei den Kerzen dabei sind, nicht mehr viel Platz für anderen Schmuck.


Die funkgesteuerten und mit einer Fernbedienung ausgestatteten elektrischen Kerzen des deutschen Herstellers waren dann meine Lösung. Seit 2007 habe ich bis zu 35 Kerzen des Typs Lumix in verschiedenen Lichtfarben am Baum. Die Batterie befindet sich im Kerzenschaft und reicht bei intensiver Nutzung vom 24.12. bis mindestens 06.01. Das Licht der LEDs ist kräftig, die Kerzen können durch wertige Gelenke und Halterungen wunderbar am Ast ausbalanciert werden. Ein Top-Produkt.

Im November 2016 wollte ich Nachschub kaufen, 5 Kerzen sind mittlerweile leider defekt. Ich musste da feststellen, dass Krinner die Technologie weiterentwickelt hat. Gut soweit. Allerdings sind die aktuellen Lumix-Modelle inkompatibel zu den alten. Ein Erweiterungsset mit 5 Kerzen kam also nicht in Frage. Ich hätte also entweder komplett tauschen müssen, was das Weihnachtsbudget nicht mehr hergab, oder ein Starterset mit 12 oder 14 Kerzen kaufen müssen, um dann zwei Systeme mit auch zwei Fernbedienungen zu betreiben. Zunächst wollte ich das nicht und ich sagte mir, dass doch in den letzten 10 Jahren einiges passiert sein könnte in Sachen kabellose Elektrokerzentechnologie. Ich begann also zu recherchieren.

Und stieß auf die LED Kerzen aus Echtwachs der Firma Koopower. Da die Bewertungen durchweg positiv waren, habe ich sie kurzerhand bestellt. Für knapp 35 Euro für 20 Kerzen konnte ich so viel nicht falsch machen. Zwar reichten diese 20 Kerzen nicht für meinen Baum, aber ich hatte ja noch die Krinner-Kerzen für einen Mischbetrieb. Zugegebenermaßen dann auch mit zwei Fernbedienungen. Dies aber vorweg: das war gar kein Problem.

Unser Weihnachtsbaum 2016 mit Krinner Lumix und Koopower Echtwachsleuchten

Langer Rede Kurzer Sinn ist ja nun der Erfahrungsbericht für die Kerzen von Koopower. Also dann:

Versand und Verpackung

Die Bestellung erfolgte über Amazon bzw. den Marketplace. Offensichtlich handelte es sich um einen Lieferanten aus Fernost. Woher genau die Kerzen kamen, kann ich nur raten. Mache ich aber hier nicht ;-). Jedenfalls kam das Päckchen nach fünf Tagen. In Ordnung soweit. Beim Unboxing, also dem Aufmachen der Verpackung, staunte ich dann tatsächlich zum ersten Mal. Jedes einzelne Teil war in einer Schaumstofffassung. Die Verpackung dient damit also auch zukünftig als Aufbewahrungsbox. Hier kommt KooPower schon näher an Krinner ran. Für Versand und Verpackung würde ich 4 von 5 Punkten geben.

Material und Verarbeitung

Tatsächlich fühlen sich die Kerzenschäfte wie Wachs an. Ein Nageltest vermochte allerdings keine Klärung herbei zu führen. Ich bin mir da nicht ganz sicher, ob es sich wirklich um Kerzenwachs handelt. Aber egal: haptisch und optisch (mit stilisierten Wachstropfen) ist KooPower hier den Krinner-Kerzen tatsächlich ein klein wenig voraus. Die Halterungen und Gelenke offenbaren dann allerdings noch Defizite. Viel zu starr und unflexibel. Man kann Veränderungen der Äste, die durch das Gewicht der Kerzen entstehen, nicht austarieren. Zwar kommen nur AAA-Batterien zum Einsatz, die Kerzen haben also ein geringeres Gewicht als die AA-bestückten Krinner-Kerzen, dennoch standen die KooPower-Kerzen unschön kreuz und quer am Baum.

Die Qualität der LEDs scheint verbesserungswürdig. Nach zwei Tagen waren bereits zwei der 21 LEDs defekt (eine Ersatz-LED liegt dem Paket standardgemäß bei). Die LEDs passten perfekt in die Schäfte, allerdings schien mir die Verarbeitung der Kontakte ebenfalls noch Potential für Verbesserung zu besitzen. Ich musste ab und zu „nachbiegen“, weil die Birnen bei Bewegung des Asts manchmal den Kontakt zur Batterie zu verlieren schienen. 3 von 5 Punkten würde ich hier vergeben.

Kontakt, Kommunikation und Service

An dieser Stelle streue ich die Bewertung des Kontakts, der Kommunikation und des Services ein. Als die zweite LED den Geist aufgab, ärgerte ich mich schon ein wenig. Ich schrieb den Verkäufer an und fragte erstmal höflich, ob bzw. wo ich Ersatzbirnen kaufen könnte. Ich schrieb auf Englisch und erhielt Antwort auf Deutsch. Ich staunte wieder. Die Mail war verständlich und sehr freundlich. Allerdings bat man mich, erstmal zu prüfen, ob die Batterien leer sein könnten oder der Kontakt evtl. verloren gegangen sein könnte. Beides hatte ich natürlich schon getan und der Inhalt der Mail diente erst einmal nicht dazu, mein Vertrauen in das Produkt zu festigen. Ich antwortete, diesmal auf Deutsch, dass ich alles geprüft hätte, die LEDs seien defekt und ich bat nochmals um Hinweise zum Ersatzkauf. Das Ganze Paket zurückschicken wollte ich noch nicht. Es war kurz vor Weihnachten und ich scheute den Aufwand. Leider hörte ich dann erst einmal nichts mehr. Aber dann, nach Weihnachten, kam plötzlich ein Päckchen mit je vier Ersatzbirnen, Ersatzschäften und Ersatzhalterungen. An sich ein super Service. Wo ich die Ersatzteile aber selbst besorgen könnte, weiß ich allerdings bis heute nicht. Dennoch: in dieser Kategorie vergebe ich 4 von 5 Punkten. Die Kommunikation könnte noch effektiver sein, freundlich ist sie bereits.

Leuchtqualität, Funkverbindung, Fernbedienung und Features

Die Bewertung kann hier kurz und knackig ausfallen. Nicht, weil der Artikel zum Ende kommen soll, sondern, weil einfach alles bestens funktioniert. Die LEDs leuchten in einem warmen und hellen Licht. Prima. Sie fügten sich auch schön in das vorhandene Krinner-Set-Up. Die Fernbedienung funktionierte einwandfrei, ebenso die Funkverbindung. Nicht einmal, dass eine Kerze nicht an oder aus ging. Alle Features habe ich nicht ausprobiert. Zeitschaltung zum Beispiel. Allerdings testete ich das zuschaltbare kerzenartige Flackern. Nettes Feature, das auf Dauer allerdings etwas nervt. es ist einfach zu synchron und wirkt gegenüber richtigen Kerzen schnell zu unecht. Außerdem hat man sich ja schon an elektrisches Licht gewöhnt. Mir geht es ja nicht so ums Flackern, sondern um die Kabellosigkeit. Die Batterien hielten übrigens auch die gesamte Weihnachtszeit. Ich vergebe hier wiederum 4 von 5 Punkten.

Fazit

Alles in Allem sind die Kabellosen von KooPower überraschend gut. 4 von 5 Punkten insgesamt kann man schon vergeben.Gut möglich, dass ich hier nächstes Jahr aufstocke. Allerdings: den Unterschied zu den – wohlgemerkt bereits 10 Jahre alten – Krinner-Kerzen merkt man vor allem bei der Verarbeitung und bei der Helligkeit der LEDs. Aber eine günstige und brauchbare Alternative sind sie allemal.

Die Kunst, sich das Richtige schenken zu lassen

Alle Jahre wieder, so um den 15 November herum, stellen meine Frau und ich uns die gegenseitige Frage: Was schenken wir uns denn dieses Jahr? Alternativ meine Frau: Was möchtest du denn dieses Jahr zu Weihnachten?

Die einfache und leider nahe liegende Antwort „nichts“ steht nicht zur Auswahl. Als Weihnachtsdogmatiker betrachte ich Geschenke an Weihnachten als nicht optional. Anders als im sonstigen Leben darf der Wunschzettel hier eine große Rolle spielen. Geschenke, Päckchen und das Schenken gehören einfach zu Weihnachten dazu. Punkt.

Wer übers Jahr genau bei seinen liebsten hinhört, dürfte es auch hinbekommen, sinnvolle und Freude bereitende Geschenke zu besorgen. So anstrengend und schwierig das auch trotzdem noch bleiben mag.

Ein für mich weit schwierigeres Unterfangen ist jedoch, mir das Richtige schenken zu lassen. Auf die Frage meiner Frau, was ich denn haben möchte, antworte ich im ersten Reflex natürlich immer wahrheitsgemäß: eine Apple Watch, eine Wetterstation, ein Bluetoothlautsprecher etc. etc. Sie merken es. Mein Herz frohlockt bei elektronischen Gadgets.

Allerdings sind die in der Regel ziemlich teuer. Und meine Frau hat weder ein zufriedenstellendes Shopping- oder Schenkerlebnis, noch bringt sie meistens die korrekte Version, Ausgabe oder Ausprägung. Oder sie greift aus Verzweiflung zum billigen Gattungspendant von Tschibo. Um das zu vermeiden, muss ich ihr die korrekten Amazonlinks oder ähnliche Handreichungen. Und a sind wir aber wieder bei ihrem fehlenden Shoppingerlebnis. Außerdem: wo bleibt die Überraschung da für mich? Ne, ist nicht gut.

Also was tun? Ich habe gelernt, übers Jahr nicht nur darauf zu lauschen, was andere sich wünschen, sondern auch darauf, was ich selbst sinnvollerweise unbedingt mal neu brauche. Jenseits von Elektronik. Geeignet sind da vor allem Klamotten. Aber auch Alltagsgebrauchgegenstände jeglicher Art sind geeignet. Waschbeutel, Geldbörsen etc. Dinge, die geeignet sind, als edle Variante zum Geschenk zu werden.

Ok, die überschwängliche Freude stellt sich bei mir dann zwar nicht ein. Aber ich freue mich um so mehr, wenn meine Frau Spaß beim Einkaufen hatte und das Gefühl, die Kontrolle über ihren Geschenkprozess zu haben.

Juchuuu!!!! Inversionswetterlage!!!

Wenn man in der Rheinebene lebt, gleichzeitig jedoch ein Winterwetter-Weihnachtsfan ist, muss man lernen, mit den alle Jahre wieder auftretenden Enttäuschungen zu leben. Als Jugendlicher habe ich von meinem ersten selbst verdienten Geld als Jobber im Europa Park, 1985 in den Sommerferien war das, eine Uhr von Citizen gekauft. AnaDigiTemp hieß sie. 250 D-Mark hat sie gekostet und besaß allerlei Schnickschnack. Stoppuhr und so weiter. Heute würde man sie Smartwatch nennen ;-). Die Besonderheit aber war ein eingebautes Thermometer. Fahrenheit und Celsius konnte sie und sie zeigte die Außentemperatur aufs 10tel genau. Im Sommer brauchte ich diese Funktion nicht. Einzig und allein im Dezember, allenfalls im restlichen Winter, war das Thermometer für mich interessant.

Damals gab es ja nur die ungenaue Wettervorhersage im Fernsehen oder Radio. Die Möglichkeiten des heutigen Internet mit 16 Tage Aussicht und Darstellung von Tendenzen waren damals noch SciFi. Heute wird mir ja oft schon Tage oder Wochen vor Weihnachten der Zahn im Hinblick auf weiße Weihnachten gezogen. Damals aber starb die Hoffnung zuletzt. Ich erinnere mich, dass ich meine AnaDigiTemp jeden Abend auf das äußere Fensterbrett meines Jugendzimmers legte und versuchte, eine Tendenz des Wetters zu erkennen. Damals im Dezember habe ich bestimmt genau so oft auf das Display dieser Uhr geschaut, wie heute auf das meines Smartphones. Irgendwie war das immer spannend, wenngleich die Enttäuschung zwar langsamer,  jedoch mit fortschreitendem Advent genauso groß wurde, wie sie heute jedes Mal immer noch ist.

Zwar gibt es auch bei uns alle paar Jahre etwas Schnee in der Adventszeit oder sogar rund um Weihnachten. Ich erinnere mich da an die Jahre 1986 mit leichtem Schneefall an Heilig Abend, 1997 mit einsetzendem Schneefall am 23. Dezember und „jüngst“, 2010, als nach dem Heilig Abend – Menü starker Schneefall einsetzte und zumindest der 1. Weihnachtstag richtig winterlich daherkam (am 2.Feiertag  begann es leider schon wieder zu tauen). Allerdings sind ein paar kalte Tage, meist zu Beginn des Advents, üblicherweise das Höchste der Gefühle.

Aber manchmal gibt es Inversionswetterlage. Der Oberrhein ist dann in Nebel gehüllt, während weiter oben die Sonne bei oft milden Temperaturen scheint. Im Nebel kann es bitterkalt sein, die Landschaft ist durch Rauhreif weiß gefärbt. Das geht dann manchmal Tage lang und mit der Zeit rieselt der Reif auf den Boden und es mutet an, als hätte es geschneit. Diese Wetterlage herrscht gerade und die Adventsidylle könnte damit kompletter nicht sein. Und wenn ich ehrlich bin: bis auf die gefährliche Straßenglätte am Morgen sind Rauhreif, Nebel und Kälte das schönere Winterwetter. Ok, jetzt beginne ich, es mir schön zu reden. Ich geb’s zu. Schneetreiben oder auch nur leichtes Flöckeln würde ich dann doch vorziehen. Wenn man das aber nicht haben kann, ist Inversionswetter eine tolle Alternative. Urteilen Sie selbst. Die Bilder auf dieser Seite stammen vom 07.12.2016.

Unser Labbi Patou

Das Weihnachtsoratorium – einer meiner Anker

Heute war es soweit. Ich habe auf meiner Heimfahrt von der Arbeit das erste Mal in diesem Jahr das Weihnachtsoratorium gehört. Dieser Moment ist in jedem Jahr ein ganz besonderer. Ein Moment wie der erste Schluck Kaffee am Morgen oder – noch besser – der erste Schluck Hefeweizen an einem heißen Sommertag. Und ich ertappe mich dabei wie ich voller Inbrunst und Wort für Wort „Jauchzet, frohlocket“ und „Großer Herr“ mitschmettere und „Ich steh‘ an deiner Krippen hier“ erfüllt mich immer wieder beinahe meditativer Kraft, wenn ich die Bassstimme mitsinge. Und ich staune dabei, wie selbstverständlich mir die Worte  über die Lippen gehen, dass ich das alles auswendig kann. Ein Jahr nicht daran gedacht und doch ist alles sofort wieder da. Aber eine Erkenntnis rührt mich auch jedes erste Mal: das Weihnachtsoratorium ist Teil meiner Identität. Ich bin damit aufgewachsen und wenn ich es höre, bin ich meiner Familie so nah wie selten übers Jahr. Weihnachten, Bach, Holzkunst aus dem Erzgebirge, Räucherkerzenduft bilden ein Band zwischen uns und sind beinahe Teil unserer gemeinsamen DNA. 

Manchmal ist es geradezu überwältigend, welch schöne Erinnerungen nur durch das Weihnachtsoratorium in mir hervorgerufen werden. 

Alle Jahre wieder … – langsam geht es los

Na klar, im Einzelhandel ist ne ganze Weile „schon wieder Weihnachten“. Dass aber am Sonntag in einer Woche bereits der 1. Advent ist, habe ich mir erst gestern bewusst gemacht. Vor allem deswegen, weil Weihnachtsmusik lief, als ich nach Hause kam. Also genau genommen hat mich meine Frau darauf aufmerksam gemacht. Sie war bereits am Plätzchen Backen. Und das geht selbstverständlich nur mit Weihnachtsmusik. Sonst werden die Plätzchen nichts. Als ich mit gespielter Empörung die Augenbrauen rümpfte und kurz überlegte, fiel’s mir dann auf. Es geht wieder los. Das WO (!) rückt gedanklich in den Vordergrund, Plätzchenduft umschmeichelt die Nase, Tannenreisig wird bestellt. Alles untrügliche Zeichen dafür, dass ich auch meine Weihnachtstasse fürs Geschäft raus suchen muss. Oder vielleicht endlich eine neue kaufen sollte. Das nehme ich mir nämlich auch schon alle Jahre wieder vor. Mal sehen, ob ich es schaffe. Ich werde sie hier dann präsentieren.